Unser CMO-Blog

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Lokaler JTL-Wawi-Client mit Zugriff auf externen SQL-Server bei JTL-Wawi in der Cloud

Sie haben die JTL-Wawi zentral im Internet in der Cloud - das ist clever, denn so kann man ├╝ber das Remote Desktop Protokoll schnell und ├╝ber fast jede Online-Verbindung direkt auf den Server und die dort installierte JTL-Wawi zugreifen. Das ist auch clever, wenn sie neben ihrem Online-Shop auch EazyAuction machen - also eBay und Amazon direkt mit der JTL-Wawi managen. Denn durch den Cloud-Betrieb rennt ihr Wawi-Worker rund um die Uhr und holt selbst dann ihre Bestellungen ab, wenn sie selbst im tiefen Schlaf der gerechten Online-H├Ąndler weilen. Jetzt gibt es aber Situationen, da m├Âchte man eben nicht ├╝ber RDP auf die Wawi zugreifen, sondern lokal. Das kann darin liegen, dass es sich um ein LS-POS-Kassensystem handelt, an dem bestimmte Drucker und Kassenschubladen angesprochen werden m├╝ssen. Oder man hat einen lokalen Arbeitsplatz, an dem man die Bilder bearbeitet und m├Âchte einfach gem├╝tlich die Artikelbilder von der lokalen Festplatte zum Artikel hinzu f├╝gen, statt den Upload auf den zentralen Server machen zu m├╝ssen. Oder sie haben JTL-WMS, das Warehouse-Management-System von JTL im Einsatz und auch hier wollen sie ihren Versand mit angeschlossener Waage, Labeldrucker und so weiter, lokal abbilden. Nun, daf├╝r gibt es die sogenannte ODBC-Verbindung. Wir nutzen also f├╝r die lokale Installation der JTL-Wawi oder des WMS-Systems keine lokale Datenbank, sondern "nur" eine SQL-Datenbankverbindung auf den Server in der Cloud. Manche Anbieter nennen das┬áSQL-Datenbank-Hostig und verlangen daf├╝r extra hohe Geb├╝hren - bei uns ist dieses Feature bereits in ihrem "JTL-Wawi in the Cloud"-Tarif enthalten.

Den SQL-Server Configuration Manager benutzen

Der Configuration Manager
Der SQL Server Configuration Manager
Als erstes m├╝ssen wir daf├╝r sorgen, dass wir auf den SQL-Server und die dortige Datenbank Zugriff von Au├čen erhalten. Entweder, das ganze System ist in sich geschlossen via VPN abgesichert - das w├Ąre nat├╝rlich das Beste, oder wir geben ├╝ber den SQL-Server Configuration Manager von Windows Server 2012 R2 ┬áStandard ganz gezielt den Port f├╝r SQL (1433) f├╝r den Zugriff von Au├čen frei.┬á┬á├ťber die Firewall des Servers k├Ânnen wir dann bei Bedarf den Zugriff nochmal gezielter freigeben, so dass nur bestimmte IP-Adressen auf den Server zugreifen d├╝rfen. Im ┬áManager gehen wir auf SQL Server-Netzwerkkonfiguration und dort dann auf Protokolle f├╝r 'JTLWAWI'. Hier klicken wir doppelt auf den Punkt┬á"TCP/IP" und┬áaktivieren hier dann die IP-Adressen und den Port, den wir f├╝r den Zugriff auf die SQL-Datenbank ben├Âtigen. Das betrifft die IP-Adressen f├╝r IPv6, IPv4, IPv6-local (::1) und IPv4-local (127.0.0.1). Im Bereich IPALL definieren wir den TCP-Port 1433 und┬áentfernen den Eintrag bei Dynamische TCP-Ports. Wir ├ťbernehmen die Einstellungen und best├Ątigen diese mit OK. Danach klicken wir im SQL Server Configuration Manager auf den Eintrag SQL Server-Dienste und mit der Rechten Maustaste auf SQL Server (JTLWAWI) gehen wir auf Neu starten um den SQL-Server neu zustarten. Die Einstellungen sind soweit durchgef├╝hrt und wir m├╝ssen nun noch die Server-Firewall konfigurieren.

Wer oder was darf wem oder wie? Die Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit.

SQL-002-FirewallregelZuerst einmal darf bei einer Firewall niemand irgend etwas. Wir aber wollen ja mit dem eben fest definierten Port 1433 auf den Server gelangen um die SQL-Datenbank anzusprechen. Hierzu starten wir also die Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit und gehen dort auf den Bereich Eingehende Regeln. In der Liste schauen wir, ob wir einen Eintrag f├╝r den SQL-Serverzugriff entdecken. Wenn nicht, legen wir diesen Eintrag neu an. Dazu klicken wir mit der Rechten Maustaste auf den Punkt Eingehende Regeln und danach auf Neue Regel ... ┬áEs ├Âffnet sich der Assistent f├╝r neue eingehende Regel. Vom Regeltyp w├Ąhlen wir Benutzerdefiniert, denn wir wollen weder ein Programm noch einen Port noch irgendwas vordefiniertes und klicken auf Weiter. Im n├Ąchsten Schritt w├Ąhlen wir Alle Programme und klicken im Bereich Dienste┬áauf Anpassen. Im sich ├Âffnenden Fenster w├Ąhlen wir nun Auf diesen Dienst anwenden und w├Ąhlen den SQL-Server (JTLWAWI) aus der Liste aus und best├Ątigen das Fenster mit OK und klicken anschlie├čend im Assistenden auf Weiter. Den Protokolltyp setzen wir auf TCP, die lokalen Ports und die Remoteports belassen wir auf Alle Ports und best├Ątigen mit Weiter. Auch bei der Auswahl der lokalen und der Remote-IP-Adressen belassen wir die Einstellungen auf Beliebige IP-Adresse. Diesen Bereich kann man bei Bedarf┬áverfeinern und z.B. nur Remote-IP-Adressen aus seinem Bereich eintragen. Im N├Ąchsten Bereich belassen wir die Einstellung┬áauf Verbindung zulassen und auf der folgenden Seite belassen wir ebenfalls die Regelanwendung aktiv ┬áf├╝r Dom├Ąne, Privat und ├ľffentlich. Auf der letzten Seite k├Ânnen wir die Regel benennen, so dass wir sie nachher schneller wieder finden. Wir haben sie in unserem Beispiel SQL-Serverzugriff┬ágenannt und als Beschreibung SQL-Serverzugriff f├╝r JTL-Wawi Datenbank┬áeingetragen. Nun ist die Firewall konfiguriert┬áund l├Ąsst alle Verbindungen zu, auf Ports die von dem Dienst SQL-Server (JTLWAWI) verwendet werden. Diesen Dienst haben wir zuvor in den TCP-Einstellungen fest auf den Standard-Port f├╝r SQL-Datenbanken. Port 1433 genagelt. Als n├Ąchstes muss nun nur noch der lokale Arbeitsplatz konfiguriert werden.

Oh je, Oh je, ODBC.

Wir gehen davon aus, dass sie ein moderner Mensch sind und deshalb ein modernes, 64Bit-Betriebssystem verwenden. Windows 7 oder Windows 8 oder so etwas. Wenn dem so ist, dann finden sie die ODBC-Einstellungen im ODBC unter folgendem Pfad:
C:\Windows\sysWOW64\odbcad32.exe
Starten sie die Kommandozeile bzw. die Eingabeaufforderung (Windows-Suche nach "cmd" + Return) und starten sie dort das Programm┬áC:\Windows\sysWOW64\odbcad32.exe.┬áIm sich ├Âffnenden Fenster klicken sie auf den Reiter System-DNS.
ODBC-Datenverbindungs-Manager
ODBC-Datenverbindungs-Manager
Klicken sie auf Hinzuf├╝gen und w├Ąhlen sie im sich ├Âffnenden Fenster Neue Datenquelle erstellen ganz unten den Eintrag SQL-Server┬áund┬áauf Fertig stellen. Der Name der Datenquelle muss "eazy" hei├čen. Die Beschreibung kann beliebig sein, z.B. JTLWAWI. Der Server ist der Hostname ihres "JTL-Wawi in der Cloud"-Tarifs" gefolgt von einem Backslash und dem Namen "JTLWAWI"- also z.B. ihrservername.cloud.cmo.de\JTLWAWI Klicken sie anschlie├čend auf Weiter. Im n├Ąchsten Fenster ben├Âtigen sie das Kennwort des "sa"-Benutzers. Diese Informationen finden sie in den PDF-Unterlagen zu JTL-Cloud-Hosting, welche sie von uns in elektronischer Form und in unserem JTL-Ordner erhalten haben. Pr├╝fen sie auch im Bereich Clientkonfiguration, dass sie den Port auf 1433 f├╝r TCP/IP eingestellt haben.
Einstellungen f├╝r ODBC bei JTL
Einstellungen f├╝r ODBC bei JTL
Best├Ątigen sie die Einstellungen mit OK bzw. Klicken sie auf Weiter und w├Ąhlen sie im folgenden Fenster die Standarddatenbank auf "eazybusiness". Alle anderen Einstellungen in diesem Fenster werden nicht angehakt:
Die Standarddatebank eazyauction f├╝r JTL-Wawi
Die Standarddatebank eazyauction f├╝r JTL-Wawi
Auch im n├Ąchsten Fenster werden alle Haken entfernt:
Weitere ODBC-Einstellungen
Weitere ODBC-Einstellungen
Klicken sie abschlie├čend auf Fertig stellen und testen sie im folgenden Fenster die Verbindung zur Datenbank:
ODBC-Verbindung testen
ODBC-Verbindung testen
Fertig. Die ODBC-Verbindung ist eingerichtet und sie k├Ânnen nun die Warenwirtschaft bei sich lokal installieren und bei der Installation diese Datenverbindung ausw├Ąhlen und so zentral auf der Datenbank auch lokal Arbeiten. Ideal f├╝r die lokale Anbindug der LS-POS-Kassensysteme an die zentrale Datenbank oder um Packtische, WMS-Clients etc. lokal zu betreiben.

Feedback und Unterst├╝tzung

Gerne stehen wir ihnen bei Frage zur┬áInstallation zur Verf├╝gung und unterst├╝tzen sie via Fernwartung bei der Installation oder nehmen diese f├╝r sie vor. Rufen sie an unter +49 7123 7267-0 oder schreiben sie an vertrieb@cmo.de. Nutzen sie die Kommentarfunktion in unserem Blog bei Fragen oder Verbesserungsvorschl├Ągen.

Altes W├Ąhlscheibentelefon in rot

Wir beraten Sie gerne. Telefon: +49 7121 26197-0

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